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Benin: Wirtschaft

28.06.2019 - Artikel

Grundlagen

Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2017 etwa 9,1 Milliarden USD. 2018 ist die Wirtschaft Benins um etwa 6 Prozent gewachsen. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für die nächsten Jahre ein Wachstum von über 6 Prozent. Angesichts des weiterhin stabilen hohen Bevölkerungswachstums wäre ein Wirtschaftswachstum von mindestens 7 Prozent nötig, um die Armut zu verringern. Knapp über 40% der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, besonders betroffen sind ländliche Regionen und der Norden des Landes.

Benin zieht seine Wirtschaftskraft weiterhin aus den zwei Hauptsektoren Hafen und Landwirtschaft. Der Wirtschaftsfaktor Hafen macht über 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts Benins aus. Durch eine hohe Prozentzahl an Re-Importen nach Nigeria besteht eine sehr hohe Abhängigkeit zum Nachbarstaat.

Unzureichende Reformschritte im öffentlichen Finanzmanagement, eine nicht ausreichend effiziente Verwaltung, mangelnde Infrastruktur und ungenügende Rechtssicherheit für den Privatsektor beeinträchtigen das Wirtschaftswachstum. Auch die weithin verbreitete Korruption verhindert potenzielle Investitionen.

Außenhandel

Die Handelsbilanz Benins ist negativ (2016: - 808 Mio. US-$). Die Exporte betrugen im ersten Halbjahr 2018 circa 475 Mio. €, die Importe hingegen 1 Mrd. €. Benin exportiert in erster Linie Baumwolle, Erdnüsse und Palmöl. Importiert werden vor allem Maschinen/Investitionsgüter, Energie, chemische und pharmazeutische Produkte sowie Nahrungsmittel.

Größte Handelspartner sind Indien, China, Frankreich und die USA. Nigeria taucht in den Statistiken wegen des weitgehend informellen Charakters des Handelsaustauschs nicht hochrangig auf, dürfte aber tatsächlich weit oben auf der Liste stehen.

Zu den strukturellen Schwächen der beninischen Wirtschaft zählt die Abhängigkeit des Außenhandels von der Baumwolle. Mit ihr werden rund 20 Prozent der Exporterlöse erwirtschaftet; im Weltmarkt spielt der beninische Anteil an der Baumwollproduktion aber nur eine untergeordnete Rolle.

Benin ist Mitglied sowohl der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) als auch der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA). Die gemeinsame westafrikanische Währung Franc CFA ist fest an den Euro gebunden (1 Euro entspricht etwa 656 FCFA). Dies trägt erheblich zur monetären Stabilität der Region bei.

Umweltpolitik

Durch das hohe Bevölkerungswachstum verstärkt sich der Druck auf die Umwelt; der Industrie- und Dienstleitungssektor ist noch nicht in der Lage, außerhalb der Landwirtschaft genügend neue Arbeitsplätze bereitzustellen. Ökologische Probleme wie der Rückgang des Waldes, die Überfischung in den Lagunengebieten, die Ausrottung von wildlebenden Tieren, die Verarmung der landwirtschaftlich nutzbaren Böden, die Luftverschmutzung in den Städten, fehlende Abwasserklärung und die Küstenerosion nehmen daher zu.

Weitere Informationen

Benin ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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